Software & Digitalisierung

Shopware 6 Migration – Checkliste für Mittelstand ohne Ranking-Verlust

Shopware-Migration planen: technische Checkliste, SEO-Erhalt, Daten, Zahlung und Go-live – für Händler und B2B-Shops in Baden-Württemberg.

9. Juli 2026 · 10 Min

Ein Shop-Relaunch ist kein „neues Design drauf“ – es ist ein Betriebssystem-Wechsel. Produkte, Kunden, Bestellhistorie, Zahlungsanbieter und Google-Rankings hängen davon ab, ob die Migration sauber geplant ist.

Wir begleiten Shopware-Projekte u. a. für E-Commerce-Kunden – hier die Checkliste, die wir vor jedem Go-live durchgehen.

Phase 1: Bestandsaufnahme (Woche 1–2)

  • Shopware-Version und Extensions inventarisieren
  • Custom Plugins / Theme-Abhängigkeiten dokumentieren
  • Zahlungsanbieter (PayPal, Klarna, etc.) und Verträge prüfen
  • Versandlogik, Steuersätze, Kundengruppen (B2B!) erfassen
  • SEO: Top-URLs, Rankings, strukturierte Daten exportieren (GSC)
  • ERP/Warenwirtschaft-Schnittstellen kartieren

Phase 2: Zielarchitektur (Woche 2–4)

  • Shopware 6 Hosting (Performance, Staging, Backups)
  • Theme: individuell vs. Premium-Theme – Performance testen
  • B2B-Funktionen: Staffelpreise, Login, individuelle Kataloge
  • Redirect-Matrix: alte URL → neue URL (301, nicht 302)
  • Medien-Strategie: Bilder optimieren (WebP), Alt-Texte migrieren

Mehr zu Shopware: E-Commerce & Onlineshops.

Phase 3: Datenmigration (Woche 4–8)

  • Produkte inkl. Varianten, Eigenschaften, Cross-Selling
  • Kategorien und SEO-URLs (sprechende Pfade beibehalten!)
  • Kunden und Adressen (DSGVO: Einwilligungen!)
  • Bestellhistorie – je nach Anforderung
  • CMS-Seiten (AGB, Versand, Über uns)
  • Testbestellungen in Staging mit echten Zahlungs-Sandbox

Phase 4: SEO & Performance vor Go-live

  • Core Web Vitals auf Staging messen (Mobile!)
  • Schema.org Product/Offer validieren
  • Canonicals, hreflang (falls mehrsprachig)
  • robots.txt und sitemap.xml des Shops
  • 404-Monitoring vorbereiten
  • Google Search Console: neue Property oder URL-Präfix

Ranking-Verlust vermeiden: Keine Massen-URL-Änderungen ohne 301. Top-20-URLs aus GSC manuell prüfen.

Phase 5: Go-live (Cutover)

  • Wartungsfenster kommunizieren (kurz halten)
  • DNS/SSL final
  • Zahlungsanbieter auf Live-Modus
  • Redirects aktivieren und stichprobenartig testen
  • Erste Testbestellung live
  • Monitoring: Fehler, Ladezeit, Checkout-Abbrüche

Referenz: deusanté Webshop – Shopware mit Conversion-Fokus.

Phase 6: Nach Go-live (30 Tage)

  • GSC: Indexierung und Crawl-Fehler beobachten
  • 404-Log auswerten, Redirects nachziehen
  • Conversion-Rate vs. Vorsystem vergleichen
  • Schulung für Redakteure (Produkte, Aktionen)
  • Update- und Backup-Routine dokumentieren

Typische Fehler (und wie Sie sie vermeiden)

FehlerFolgeLösung
URLs geändert ohne RedirectRanking-Einbruch301-Matrix vor Launch
Plugins „irgendwie“ nachgebautCheckout brichtKritische Extensions zuerst
Kein StagingGo-live-ChaosParallele Umgebung
Bilder 1:1 migriertLangsame LadezeitOptimierung in Migration
B2B-Preise vergessenKunden sehen falsche PreiseKundengruppen-Tests

Kostenrahmen Migration (Orientierung)

UmfangRahmen netto
Kleiner Katalog (<500 SKUs), Standard-Theme8.000–15.000 €
Mittlerer Shop + B2B + ERP-Anbindung15.000–35.000 €
Komplex, viele Custom-Featuresindividuell

Fazit

Shopware-Migration ist ein Projekt mit SEO- und Betriebsrisiko – planbar, wenn Sie Checklisten ernst nehmen. Wer nur „schnell neu“ will, zahlt oft doppelt: einmal beim Launch, einmal bei verlorenen Rankings.

Nächster Schritt: E-Commerce · API & Integration · Erstgespräch buchen

Furkan – Gründer, antbit
Furkan – Gründer, antbit

Gründer & Entwicklung

Gründer von antbit – Web, Software und KI aus Ulm. Schwerpunkte: Individualsoftware, KI-Plattformen (Heytoni) und Managed IT für den Mittelstand.

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